Donnerstag, 16. Juli 2015

Clémence

Als ich das Buch Love at first Stich von Tilly and the Buttons in der Hand hielt, war klar, das kommt mit nach Hause!

Nicht nur, dass Tilly und ich eine ähnliche Hautfarbe haben und ich so ungewöhnlich viele Anregungen zum Tragen der unterschiedlichsten Farben mit sehr heller Haut in einem Buch hatte, ich mag auch ihren Stil und die Schnitte sehr gerne. Die Anleitungen sind zudem sehr einfach und nachvollziehbar geschrieben.

Heute zeig ich euch mein erstes fertiges Projekt nach Tilly's Anleitung:

Clémence, der weitschwingende Rock




Das mit dem verdeckten Reissverschluss muss ich noch üben. Es hilft wahrscheinlich, wenn man tatsächlich einen RV benutzt, der auch zum verdecken vorgesehen ist. Aber für den ersten Versuch wollte ich nicht viel Geld ausgeben und habe daher den günstigen Reststoff vom Schweden verwendet und einen normalen RV aus meinem Lager. Der neue Rock hat mich so ca 5 Euro gekostet und 2-3 Stunden meines Lebens. Aus meiner Sicht ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.


Wie ihr seht hatte ich viel Spaß bei unserer kleinen Fotosession und was ihr nicht seht sind die bewundernden Blicke meines grössten Fans unten rechts zu meinen Füßen...der junge Mann war total begeistert! Er hat immer zeitgleich mit mir posiert und dann macht es natürlich doppelt so viel Spaß.


Clémence ist heute zu Gast bei RUMS.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Washi Dress

Na? Wieder Lust darauf was Genähtes zu sehen?


Ich zeig euch heute also endlich mein Weihnachtskleid 2014. Das hab ich gerade noch einen Tag vor Weihnachten fertig gestellt. Den Schnitt von Made by Rae hatte ich während des letzten Jahres schon des Öfteren auf den amerikanischen Blogs gesehen und dann spontan im November bestellt. Den passenden Stoff hatte ich mir schon vor einer Weile als Reststück für 4€ / Meter gekauft.


Der Schnitt ist toll und wirklich easy. Besonders toll finde ich die seitlichen Nahttaschen, die kaum auffalen, hat man nicht gerade die Hände drin. Problematisch ist für mich - wie immer bei diesen Schnitten mit viele Variationsmöglichkeiten - mich für eine Variante zu entscheiden. Soll es Ärmel bekommen, ob ich den U-Kragen oder vielleicht die Schluppen nähen sollte. Glücklicherweise kann man sich ja durch die vielen tollen Beispiele im Netzt ganz gut orientieren. Toll find ich z.B. das hier, oder das und das. Und besonders das. Weil es mein erstes Washi Dress war hab ich mich schliesslich für die schlichteste und einfachste Version entschieden. Erstmal schauen wie es so sitzt, dachte ich, bevor ich mir die ganze Mühe mache.


Dann ging es wirklich recht schnell. Genäht hab ich in Größe S - hätte aber gut auch in M nähen können. So sitzt es zumindest mit Longsleeve darunter und Bolero darüber doch etwas spack (Weihnachtskleid aus sommerlichem Schnitt/Stoff.... vielleicht doch nicht so eine gute Idee??). Eine Nummer größer wäre auch deshalb eine gute Idee gewesen, weil dann das gesmokte Rückenteil auch wirklich gesmokt ausgesehen hätte. So dehnt es sich doch etwas arg.


Ich hab es Weihnachten zu schwarzer (Thermo-)Leggings und Stiefeln getragen, mit einem kleinen schwarzen Gürtel die hohe Taille betont und war recht glücklich.

Jetzt, wo es endlich richtiger Sommer ist, sieht es auch gut aus zu Ballerinas und 3/4 Leggings, oder auch ganz ohne Strumpfhose/Leggings zu schlichten Mary Janes, oder Stiefeln.

Mit dem Stoff an sich bin ich sehr zufrieden, denn er fällt schön weich und sieht fliessend aus. Die Farben finde ich auch noch toll, sie lassen sich wunderbar kombinieren.

Mein Kleid zeig ich heute beim Me Made Mittwoch.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Bunte Elefanten zur Geburt

Im Umfeld von Familie Lachkauz werden nun nach und nach die ersten Geschwisterkinder geboren.
Zuletzt im Frühling ein kleines Mädchen.

Auch wenn momentan so wenig Zeit zum Nähen bleibt, hab ich da natürlich doch noch einmal die Nähmaschine herausgekramt und eine wunderschönen Bio-Baumwolljersey Ellie Fam Multi von Birch (online bestellt von hier) zu Bodys verarbeitet. Einmal für das neue Baby und natürlich einmal für den großen Bruder.



Für das Baby mit amerikanischem Ausschnitt und für den grossen Bruder (der schon 2 ist) mit kurzem Arm und Rundhalsausschnitt.

Es war gar nicht so einfach einen Stoff zu finden, der kleinen Kindern gefällt (also nicht gepunktet, gestreift oder uni ist) und sowohl zu Mädchen als auch Junge passt.

Deshalb an dieser Stelle: Liebe Stoffdesigner, mehr Unisex-Stoffe, bitte! Es gibt auch Farben jenseits von rosa, lila und Co für Mädchen. Und Jungs wollen auch nicht ausschliesslich hellblau tragen, bzw. in Monster, Piraten, Fahrzeuge etc. eingekleidet werden.
Etwas mehr Auswahl wäre toll.


Der junge Mann fand den Stoff jedenfalls so wunderschön und kuschelig, dass er promt auch etwas daraus genäht haben wollte. Das hatte ich beim Kauf des Stoffes nicht eingeplant und so blieb nicht genug für den gewünschten Schlafanzug. Aber ein Unterhemd kam gerade noch zusammen.


Hierfür habe ich den Schnitt selbst erstellt, anhand eines Ottobre T-Shirtschnittes und einem Unterhemd vom jungen Mann. Hätte es gerne noch ein wenig länger gemacht, aber dafür reichte der Stoff einfach nicht. Egal, so passt es auch und das Kind ist glücklich!

Dienstag, 5. Mai 2015

Treppenhaus make-over

Oh man! Aus dem angekündigten "weniger bloggen" ist eine richtige Blog-Pause geworden!
Wird Zeit, dass ich mich mal wieder in der Bloggerwelt blicken lasse - und umschaue, denn auch das ist viel zu kurz gekommen. Nicht nur durch das Studium, auch durch die blöde (und bei uns echt hartnäckige) Grippewelle ist aber nicht nur der Blog auf der Strecke geblieben. Auch Sport, Freizeitaktivitäten, putzen, gesundes Essen kochen..... ja und Handarbeiten sowieso.

So richtig fit fühle ich mich auch immer noch nicht (die restlichen Symptome halten sich lang und schmutzig), weshalb ich überlege meinen Gutschein von hier für etwas Wellness einzusetzen, auch wenn ursprünglich ein Fotokurs geplant war. Das ist eben das praktische an diesen Gutscheinen, Frau kann ihre Meinung ändern. Aktuell steht mir nämlich der Sinn aber eher nach Verwöhnprogramm für Körper und Seele.

Aber wenigstens für Wohnoptimierung reicht die langsam neu gewonnene Energie. Das wurd aber auch Zeit, denn manche Projekte ziehen sich einfach eeeeewig hin! Im Haus gibt es ja immer wieder was zu tun, umzudekorieren oder provisorische Lückenbüsser durch etwas langfristiges zu ersetzen. Wir nehmen uns immer eine Ecke bzw. Wand nach der anderen vor und sind auch lange noch nicht ganz durch.

Anfang 2013 haben wir Bad, Küche und Esszimmer aufgehübscht, für einen Moment die Füße hochgelegt und den neuen Glanz genossen. Schliesslich musste dann noch das Wohnzimmer dem Esszimmer angepasst werden, das hab ich euch im März 2014 schon gezeigt. Dann hab ich mir vorgenommen dem provisorisch eingerichteten und dekorierten (sehr schmale) Treppenhaus in unserer Wohnung zu neuem Glanz zu verhelfen und auch im Januar 2014 schon damit angefangen. Aber erst jetzt ist es endlich (fast) komplett abgeschlossen!

Das ist das Ergebnis!





Ja, einige Bilderrahmen sind noch leer - da fehlen einfach noch die passenden Fotos. Aber sowas kann ja eine Weile dauern, deshalb zeig ich euch heute den Flur schonmal unkomplett.

Der Weg zur Veränderung:

Unsere Wohnung hat ein eigenes Treppenhaus. Der Weg zum Dachzimmer (wo wir spielen, werkeln oder auch mal das Ausweich-/Gästebett benutzen....) ist sehr schmal und eher unspektakulär. Der bisherige Versuch die 6 Meter hohe weisse Wand mit ein paar bezogenen Keilrahmen weniger langweilig weiss zu gestalten, war eher mässig erfolgreich und die Idee eine Ahnengalerie zu erstellen, wurde niemals richtig umgesetzt. Seht hier:


Um die wirklich sehr lange Wand optisch zu verkürzen habe ich einen grossen Teil der Treppe entlang grau gestrichen. Oben an die Decke des Treppenhauses angeglichen ist die Abschlusskante exakt waagerecht.

Das helle Grau bildet den perfekten Kontrast für unsere weiss gerahmten Familienfotos in schwarz/weiss. Angeordnet nach einem von mir vorher wochenlang ausgetüftelten Grundform, damit die Bilder nicht wieder so verloren wirken. Ehrlich gesagt fiel mir das ganz schön schwer, da die Wand sehr lang ist, um die Ecke geht und unten schräg ist. Als kleine Hilfe hatte ich die weissen Einlegeblätter der Rahmen mit Malerkrepp an die Wand geheftet, so konnte ich mir die Anordnung eine Weile anschauen ohne direkt die ganze Wand voller Nägel zu haben.

Um den weissen Bereich unterhalb der Decke optisch anzugleichen, habe ich mir für jede Wand ein Wort ausgesucht, was ich dann in direkt an der Kante zum grauen Teil der Wand mit Hilfe einer Schablone (und diesem Wundermittel) in demselben grau aufgemalt habe.Wer mich schon etwas länger kennt (und hier mitliest) den überrascht die Wahl der Worte nicht: Lachen, Leben, Lieben.

Die Schablone habe ich aus einem Stück Tapete selbst hergestellt. Als Vorlage hatte ich mir die Wörter jeweils einmal in der ausgesuchten Schrift ausgedruckt und dann danach quasi freihändig vergrössert und schliesslich ausgeschnitten.


Mithilfe des Stencil Fix wollte ich die Schablone an die Wand kleben, um dann einfach mit einem Schwamm den Schriftzug auf die Wand zu stupsen. Leider hielt das Mistzeug nicht wie versprochen, sondern klebte stattdessen alles voll. Mich, das Treppenhaus, die Wand etc. Es war auch nicht wie angegeben "rückstandslos" zu entfernen. Ich  musste stattdessen Teile der Wand nochmal weiss streichen. Also hab ich beim letzten Wort die Tapete ohne Stencil Fix an die Wand gebracht und dann den Schriftzug nachgezeichnet und per Hand ausgemalt. Das war viel unkomplizierter. Die Farbe habe ich mit einem Pinsel aufgetragen.


Mein Fazit also zu Stencil Fix: Für Schbalonen aus Pappe/Papier an der Wand nicht zu empfehlen. Es hält nicht, Farbe läuft drunter, es hinterlässt überall Kleberreste, oder trocknet so stark, dass es überhaupt keinen Klebeeffekt mehr hat. Zudem ist es wirklich extrem teuer und nicht sehr ergiebig (für eine Schablone brauchte ich eine ganze Dose!).


Die Idee mit großen Papierlampen die Decke optisch niedriger erscheinen zu lassen, scheiterte zunächst an fehlender Stromversorgung an der Decke des Treppenhauses. An der Treppe entlang haben wir deshalb stattdessen ein Kabel verlegt, so dass wir auf der Treppe selbst eine Stromquelle haben. Das seht ihr im Bild unten links. Die Lampe hatte vorher ihren Platz bereits im Wohnzimmer, Kinderzimmer, im Keller usw. und leuchtet nun hier.

Dann war uns das aber immer noch irgendwie zu dunkel - gerade in den vergangenen Wintermonaten. Da hat es den Mann gepackt und er hat sich entschlossen die Idee mit der Stromversorgung an der Decke nochmal anzugehen. Vom Schweden hat er sich eine Verteilerleiste besorgt und die Lampenaufhängungen auch. Die tollen Schirme kommen von hier und heissen La Case de cousin Paul. Farblich mit der petrolfarbenen Wand auf dem Treppenabsatz in der Etage darunter abgestimmt, haben wir uns hier für einen türkisen Farbklecks in Form des kleineren Lampenschirms entschieden. Die große weisse Kugel macht das Treppenhaus dagegen schön hell und freundlich.

Farblich sind wir im Treppenhaus auf allen Etagen eher bei den kühleren Tönen geblieben und haben uns an Meerestönen, grün, grau, und weiss orientiert. Das passt nun wiederum auch wunderbar zu meinem neuen Studierzimmer unter dem Dach, denn dahin führt die Treppe.

 

Auf dem Bild sehr ihr auch eine älteres Upcycling Projekt, was aus dem Wäschekeller im Zuge der Renovierung ins Studierzimmer gezogen ist: Die Kommode vom Sperrmüll.
Auf dem Weg nach unten, in die 1. Etage, schaut man dann gegen die oben schon erwähnte petrolfarbene Wand.


Aus alten Holzlatten von vorherigen Projekten, Paletten o.ä. hat der Mann schubladenähnliche Kästen gebaut, gestrichen und an die petrolfarbene und grün/weisse Wand gehängt. In den so entstandenen Regalen haben nun Deko, Vasen, Bücher, Bilder etc. ihren Platz.

 

Die Eule hat der Mann mit dem jungen Mann zusammen gebaut, aus Resten unseres Kaminholzstapels - cool, oder????

Also? Was sagt ihr zum neuen Treppenhaus?
Gelungen, oder Verbesserungsvoschläge?

Ich schick meine neue/alte Wandgestaltung beim Upcycling Dienstag (zumindest die "Schubladen" sind ja etwas Neues aus etwas Altem hergestellt....) und beim Creadienstag vorbei.

Dieser Post ist ja nun wirklich ungewöhnlich lang geworden, was hoffentlich für die längere Abstinenz entschädigt. So, und wer nun wirklich bis hierher mitgelesen hat, dem sag ich HERZLICHEN DANK und bleibt gesund!!!!