Dienstag, 5. Mai 2015

Treppenhaus make-over

Oh man! Aus dem angekündigten "weniger bloggen" ist eine richtige Blog-Pause geworden!
Wird Zeit, dass ich mich mal wieder in der Bloggerwelt blicken lasse - und umschaue, denn auch das ist viel zu kurz gekommen. Nicht nur durch das Studium, auch durch die blöde (und bei uns echt hartnäckige) Grippewelle ist aber nicht nur der Blog auf der Strecke geblieben. Auch Sport, Freizeitaktivitäten, putzen, gesundes Essen kochen..... ja und Handarbeiten sowieso.

So richtig fit fühle ich mich auch immer noch nicht (die restlichen Symptome halten sich lang und schmutzig), weshalb ich überlege meinen Gutschein von hier für etwas Wellness einzusetzen, auch wenn ursprünglich ein Fotokurs geplant war. Das ist eben das praktische an diesen Gutscheinen, Frau kann ihre Meinung ändern. Aktuell steht mir nämlich der Sinn aber eher nach Verwöhnprogramm für Körper und Seele.

Aber wenigstens für Wohnoptimierung reicht die langsam neu gewonnene Energie. Das wurd aber auch Zeit, denn manche Projekte ziehen sich einfach eeeeewig hin! Im Haus gibt es ja immer wieder was zu tun, umzudekorieren oder provisorische Lückenbüsser durch etwas langfristiges zu ersetzen. Wir nehmen uns immer eine Ecke bzw. Wand nach der anderen vor und sind auch lange noch nicht ganz durch.

Anfang 2013 haben wir Bad, Küche und Esszimmer aufgehübscht, für einen Moment die Füße hochgelegt und den neuen Glanz genossen. Schliesslich musste dann noch das Wohnzimmer dem Esszimmer angepasst werden, das hab ich euch im März 2014 schon gezeigt. Dann hab ich mir vorgenommen dem provisorisch eingerichteten und dekorierten (sehr schmale) Treppenhaus in unserer Wohnung zu neuem Glanz zu verhelfen und auch im Januar 2014 schon damit angefangen. Aber erst jetzt ist es endlich (fast) komplett abgeschlossen!

Das ist das Ergebnis!





Ja, einige Bilderrahmen sind noch leer - da fehlen einfach noch die passenden Fotos. Aber sowas kann ja eine Weile dauern, deshalb zeig ich euch heute den Flur schonmal unkomplett.

Der Weg zur Veränderung:

Unsere Wohnung hat ein eigenes Treppenhaus. Der Weg zum Dachzimmer (wo wir spielen, werkeln oder auch mal das Ausweich-/Gästebett benutzen....) ist sehr schmal und eher unspektakulär. Der bisherige Versuch die 6 Meter hohe weisse Wand mit ein paar bezogenen Keilrahmen weniger langweilig weiss zu gestalten, war eher mässig erfolgreich und die Idee eine Ahnengalerie zu erstellen, wurde niemals richtig umgesetzt. Seht hier:


Um die wirklich sehr lange Wand optisch zu verkürzen habe ich einen grossen Teil der Treppe entlang grau gestrichen. Oben an die Decke des Treppenhauses angeglichen ist die Abschlusskante exakt waagerecht.

Das helle Grau bildet den perfekten Kontrast für unsere weiss gerahmten Familienfotos in schwarz/weiss. Angeordnet nach einem von mir vorher wochenlang ausgetüftelten Grundform, damit die Bilder nicht wieder so verloren wirken. Ehrlich gesagt fiel mir das ganz schön schwer, da die Wand sehr lang ist, um die Ecke geht und unten schräg ist. Als kleine Hilfe hatte ich die weissen Einlegeblätter der Rahmen mit Malerkrepp an die Wand geheftet, so konnte ich mir die Anordnung eine Weile anschauen ohne direkt die ganze Wand voller Nägel zu haben.

Um den weissen Bereich unterhalb der Decke optisch anzugleichen, habe ich mir für jede Wand ein Wort ausgesucht, was ich dann in direkt an der Kante zum grauen Teil der Wand mit Hilfe einer Schablone (und diesem Wundermittel) in demselben grau aufgemalt habe.Wer mich schon etwas länger kennt (und hier mitliest) den überrascht die Wahl der Worte nicht: Lachen, Leben, Lieben.

Die Schablone habe ich aus einem Stück Tapete selbst hergestellt. Als Vorlage hatte ich mir die Wörter jeweils einmal in der ausgesuchten Schrift ausgedruckt und dann danach quasi freihändig vergrössert und schliesslich ausgeschnitten.


Mithilfe des Stencil Fix wollte ich die Schablone an die Wand kleben, um dann einfach mit einem Schwamm den Schriftzug auf die Wand zu stupsen. Leider hielt das Mistzeug nicht wie versprochen, sondern klebte stattdessen alles voll. Mich, das Treppenhaus, die Wand etc. Es war auch nicht wie angegeben "rückstandslos" zu entfernen. Ich  musste stattdessen Teile der Wand nochmal weiss streichen. Also hab ich beim letzten Wort die Tapete ohne Stencil Fix an die Wand gebracht und dann den Schriftzug nachgezeichnet und per Hand ausgemalt. Das war viel unkomplizierter. Die Farbe habe ich mit einem Pinsel aufgetragen.


Mein Fazit also zu Stencil Fix: Für Schbalonen aus Pappe/Papier an der Wand nicht zu empfehlen. Es hält nicht, Farbe läuft drunter, es hinterlässt überall Kleberreste, oder trocknet so stark, dass es überhaupt keinen Klebeeffekt mehr hat. Zudem ist es wirklich extrem teuer und nicht sehr ergiebig (für eine Schablone brauchte ich eine ganze Dose!).


Die Idee mit großen Papierlampen die Decke optisch niedriger erscheinen zu lassen, scheiterte zunächst an fehlender Stromversorgung an der Decke des Treppenhauses. An der Treppe entlang haben wir deshalb stattdessen ein Kabel verlegt, so dass wir auf der Treppe selbst eine Stromquelle haben. Das seht ihr im Bild unten links. Die Lampe hatte vorher ihren Platz bereits im Wohnzimmer, Kinderzimmer, im Keller usw. und leuchtet nun hier.

Dann war uns das aber immer noch irgendwie zu dunkel - gerade in den vergangenen Wintermonaten. Da hat es den Mann gepackt und er hat sich entschlossen die Idee mit der Stromversorgung an der Decke nochmal anzugehen. Vom Schweden hat er sich eine Verteilerleiste besorgt und die Lampenaufhängungen auch. Die tollen Schirme kommen von hier und heissen La Case de cousin Paul. Farblich mit der petrolfarbenen Wand auf dem Treppenabsatz in der Etage darunter abgestimmt, haben wir uns hier für einen türkisen Farbklecks in Form des kleineren Lampenschirms entschieden. Die große weisse Kugel macht das Treppenhaus dagegen schön hell und freundlich.

Farblich sind wir im Treppenhaus auf allen Etagen eher bei den kühleren Tönen geblieben und haben uns an Meerestönen, grün, grau, und weiss orientiert. Das passt nun wiederum auch wunderbar zu meinem neuen Studierzimmer unter dem Dach, denn dahin führt die Treppe.

 

Auf dem Bild sehr ihr auch eine älteres Upcycling Projekt, was aus dem Wäschekeller im Zuge der Renovierung ins Studierzimmer gezogen ist: Die Kommode vom Sperrmüll.
Auf dem Weg nach unten, in die 1. Etage, schaut man dann gegen die oben schon erwähnte petrolfarbene Wand.


Aus alten Holzlatten von vorherigen Projekten, Paletten o.ä. hat der Mann schubladenähnliche Kästen gebaut, gestrichen und an die petrolfarbene und grün/weisse Wand gehängt. In den so entstandenen Regalen haben nun Deko, Vasen, Bücher, Bilder etc. ihren Platz.

 

Die Eule hat der Mann mit dem jungen Mann zusammen gebaut, aus Resten unseres Kaminholzstapels - cool, oder????

Also? Was sagt ihr zum neuen Treppenhaus?
Gelungen, oder Verbesserungsvoschläge?

Ich schick meine neue/alte Wandgestaltung beim Upcycling Dienstag (zumindest die "Schubladen" sind ja etwas Neues aus etwas Altem hergestellt....) und beim Creadienstag vorbei.

Dieser Post ist ja nun wirklich ungewöhnlich lang geworden, was hoffentlich für die längere Abstinenz entschädigt. So, und wer nun wirklich bis hierher mitgelesen hat, dem sag ich HERZLICHEN DANK und bleibt gesund!!!!

Dienstag, 10. Februar 2015

Geburtstags-Pulli # 5

Das Kind ist schon 4!! Wahnsinn wie die Zeit vergeht....

Geht euch das auch so? Im schnellen Alltag, ständigem Organisieren, alles unter einen Hut zu bekommen, fällt es mir oft schwer die kleinen besonderen Momente ausreichend zu würdigen. Oder manchmal auch sie überhaupt erst wahrzunehmen. Das wird mir jedes Jahr zum Geburtstag des jungen Mannes wieder richtig bewusst. Plötzlich ist er so groß, überhaupt kein Baby mehr, spricht davon bald in die Schule zu gehen (auch wenn das noch eine Weile dauert), hat ein ganz eigenständiges Leben, eine richtige kleine Persönlichkeit mit Eigenarten und Talenten.

Jedes Jahr nehme ich mir vor achtsamer mit den kostbaren Momenten umzugehen, aber ich weiss auch, dass das eben mit allem was so los ist nicht immer gelingen wird. Also brauche ich manchmal kleine Erinnerungen, oder Mahnungen wenn man so will. Vielleicht hilft ja der Geburtstags-Pulli. Wenn er mir die Zahl so konkret vor Augen führt erinnert er mich daran, dass die 4 Jahre mit ihm wie im Flug vergangen sind.


Den Krankenwagen hab ich gewählt, weil der junge Mann gerne Sanitäter werden will. Oder Notarzt. Oder Mutter. Passt aber zu allem irgendwie.


Seine  Lieblingsfarben sind nach wie vor lila und grün (obwohl er blau auch wirklich gut findet - und rosa). Der gestreifte Stoff ist ein weicher Nicki, ebenso der rote Stoff. Alles andere sind Baumwollreste.

Für den Krankenwagen hab ich mir die Vorlage selbst erstellt. Der Pulloverschnitt ist von Ottobre. Nur das versäubern des Halsbündchens mit Einfassstreifen hab ich mir bei Hamburger Liebe abgeschaut.


Hier kann man auch die Farben des gestreiften Nickis nochmal gut erkennen. 


Am Rand noch ein kleiner Hinweis darauf, wer den Pulli genäht hat..... (das "made by" verschwindet leider auf der Rückseite).


Ich zeig den Pulli heute beim Creadienstag, Kiddikram und Made for Boys.


Schnitt: Ottobre
Stoff: olivgrün/lia gestreifter Nikistoff aus meinem Lager
Applikationsvorlage: selbst erstellt

Donnerstag, 29. Januar 2015

Book Bag

Ich hatte ja von meinem Plan erzählt.....zurück zur Uni! Da fehlt es natürlich an genähten Accessoires an allen Ecken und Enden. Im letzten Post hatte ich euch deshalb meine neue Stiftemappe für den Ordner gezeigt. Heute präsentiere ich stolz meine Uni-Tasche!!!

Die sieht nicht nur gross aus, sondern ist es auch. Mir war wichtig, dass mein Ordner rein, passt, der Laptop, was zu trinken und was zu essen. Reissverschlusstaschen für Geldbörse, Handy, Schlüssel...


Damit nichts raus fällt hab ich mich spontan noch entschlossen einen offenen Reissverschluss einzufügen. Wie das geht hab ich mir bei Schnabelina abgeschaut.


Der Stoff ist übrigens ziemlich dick und fest. Nur nicht mehr wasserdicht, da ich den Zeltstoff vorher gewaschen habe. Den knitterigen used Look hab ich dadurch erreicht, dass ich ihn knitterig auf der Leine hab trocknen lassen. Das hatte ich bei allerbestes gesehen. Die Lederdetails sind tatsächlich echtes Leder, was ich noch als Rest im Lager hatte. Die Henkel dagegen sind aus Kunstleder und wurden von mir auf einem Stoffmarkt gekauft. Vor ein paar Jahren schon. So kann man doch immer noch irgendwann alles gebaruchen!

Innen hab ich auch eine Reissverschlusstasche eingenäht. Auf der anderen Seite dann die Fächer für Stift, Handy, etc.

 
Schnitt: Lachkauz
Zeltstoff: Stoff am Stück 
Futterstoff : Ikea
endlos RV: Stoffe Culture
Leder: Stoffmarkt
Henkel: Stoffmarkt

Heute zu Gast bei RUMS!

Dienstag, 20. Januar 2015

Stiftemappe für den Ordner

Der regelmässige Leser kann sich erinnern: Ich werde wieder zur Uni gehen!
Dafür brauche ich natürlich noch ganz viele praktische selbstgenähte Utensilien, wie z.B. eine Unitasche (samt durchsichtiger Tasche um damit die Bibliothek betreten zu können) mit Platz für Laptop und Ordner.

Die Schwägerin hat mir für den Ordner einen Locher geschenkt, der quasi im Ordner miteingeheftet wird und dann immer 1-2 Seiten lochen kann. Total super. Das brachte mich auf die Idee mein Stiftemäppchen auch einzuheften. Und es vor allem so gross zu machen, dass meine kleinen Post-Its etc. auch mit rein passen.

Gedacht getan.




Die Mappe habe ich aus Stoffresten genäht, etwas kleiner als Din A4. So passt alles rein und die beiden Ösen zum einheften nehmen nicht so viel Platz weg.


Ich war so begeistert, dass ich direkt noch eine für meine Schnittmusterordner genäht habe. So hab ich jetzt einen Platz für die Tutorials und Schnittmuster (z.B. von Farbenmix) auf DVD. Alle sind sie sicher im Täschchen verstaut und können nicht mehr aus den Klarsichthüllen raus fallen.

So hab ich es gemacht:

2 Stoffstücke (Aussen und Innenstoff) in Größe Din A 3  zuschneiden. Einmal Stabilisator (Vlies) in derselben Größe zuschneiden. Vlies aufbügeln. Stoffe rechts auf rechts legen. Endlosreissverschluss öffnen und zuerst an der einen kurzen Seite zwischen die beiden Stoffe legen, zusammen nähen. Von rechts absteppen, wenn man möchte.
Dann das selbe an der anderen Seite. RV Zipper einfädeln. Die Stoffe links auf links wenden.
Jetzt hast du quasi eine Rolle, verbunden durch den Reissverschluss. Die Seiten sind noch offen.

Der Futterstoff  ist Aussen. Von der linken Seite so bügeln, wie man den RV später positioniert haben möchte (ca 2cm vom Rand entfern, oder mittig, oder direkt an der Kante), mit Nadeln fixieren. Aussenstoff liegt innen, Innenstoff ist aussen - zusammen nähen (RV muss zum Wenden offen sein), Ränder mit Zickzackstich versäubern. Wenden, bügeln.  Jetzt noch die Ösen anbringen: Fertig!

Verlinkt beim Creadienstag.